Von G8, Bachelor und dem deutschen Rechenfehler

Wie sich vermutlich bereits herumgesprochen hat, müssen Schüler und Schülerinnen eines höheren Bildungsweges das Gymnasium nun in zwölf Jahren bewältigen und den Stoff ganz leistungsgesellschaftsmäßig (die deutsche Sprache bietet doch interessante Möglichkeiten der Wortbildung) abmalochen. Sollten sie sich dann entscheiden, eine Hochschule zu besuchen, erwartet sie wieder erheblicher Leistungsdruck, in Form von Bachelor- und Masterstudiengängen.

Das Hauptargument für die Verkürzung der schulischen Zeit ist die verhältnismäßig lange Schulausbildung in Deutschland; das für den Bachelor der internationale Vergleich, sowie die Möglichkeit, den anschließenden Master auch im europäischen und US-amerikanischen Ausland zu machen. Und da liegt der Fehler….

Durch die Verkürzung der gymnasialen Schulzeit und der Dauer des Bachelorstudiengangs wird im gesamten Ausland der deutsche Bachelor nicht mehr als Zulassung zu einem Masterstudiengang anerkannt – denn in der Addition von G8 und Bachelor fehlt ein Jahr…

Bei der momentanen Erosion des Vertrauensverhältnisses zwischen Regierenden und Regierten ein weiteres, glanzvolles Beispiel für das Versagen der “Entscheider” und Anlass, eben jenen nicht nur handwerkliche Fehler vorzuwerfen, sondern ihnen jegliche Fähigkeit abzusprechen, einen Schraubendreher richtig herum zu halten.

#Fail

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